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Wem gehört eigentlich das Internet

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Am 30. September 2016 endete offiziell die Aufsicht der USA über die Internet-Verwaltung ICANN. Doch der US-Einfluss auf das Domain Name System wird auch weiterhin bestehen bleiben.
 
Am 30. September 2016 geschah etwas, wovor Ted Cruz seit Monaten gewarnt hatte: Die USA gaben ihre Kontrolle über das Domain Name System auf.
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Die IANA-Funktion sichert den Betrieb des Internets

„Lasst Obama nicht das Internet verschenken“, mit diesem markigen Slogan hatte der als ultrakonservativ geltende Senator Wahlkampf gemacht, auch nachdem er im Sommer gegen Donald Trump unterlegen war. 
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„IANA“ steht für „Internet Assigned Numbers Authority“. Dahinter verbirgt sich eine Organisation, die im Internet IP-Adressen zuweist und die korrekte Zuordnung von Domains überwacht. Ohne die IANA funktioniert das bereits erwähnte Domain Name System (DNS) nicht. 
 

 Bill Clinton und das Internet

Bis in die 1990er-Jahre hinein bestand die IANA aus einem Mann: Jonathan „Jon“ Postel, einem Informatiker, der seit Ende der 1960er-Jahre die Verteilung der IP-Adressen im noch jungen Internet koordinierte. Die IANA-Funktion übte Postel auf Basis eines Vertrags mit der DARPA aus, der Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums.AAA

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Vor zwanzig Jahren war Postel praktisch der Herrscher über das Internet. Wer eine IP-Adresse brauchte oder wollte,  kam an ihm und IANA nicht vorbei. Am 16. Oktober 1998 starb Postel nach einer Herzoperation.
 
 
 
Es war US-Präsident Bill Clinton, der die Bedeutung des Internets für die Privatwirtschaft entdeckte und aus dem einstmals militärischen Projekt endgültig ein ziviles machen wollte: Clinton regte 1998 die Gründung der ICANN an, der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers. 
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Dass die USA jetzt die Kontrolle über das Internet aufgeben, erstaunt auf den ersten Blick, schließlich ist das Internet de facto US-Hoheitsgebiet: Die wichtigsten IT-Unternehmen der Welt sitzen in den USA, Windows, Android, iOS und andere relevante Softwareplattformen wurden in Amerika ersonnen.
 
 
 
Ritterschlag für das Multi-Stakeholder-Modell
 
 
 
Der Verzicht der Obama-Regierung auf eine erneute Verlängerung des Vertrags über die IANA-Kontrolle bedeutet für die Internet-Verwaltung ICANN den Ritterschlag. Der Ansatz: Die Belange des Internets sollen nicht von Staaten reguliert, sondern von Interessen-vertretern im Konsens entschieden werden.

 

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Größte nationale Nutzer-Community ist in China

 

Schon lange bestand die Forderung der Staatengemeinschaft, die USA möge ihre Sonderrolle aufgeben, zumal das Internet das US-Festland längst hinter sich gelassen hat. Die Infrastruktur des DNS-Servernetzwerks ist inzwischen über den gesamten Erdball verteilt, die größte nationale Nutzer-Community sitzt mittlerweile in China. 
 
 
 
 
Ein Blick auf die Organisationsstruktur des Internets zeigt jedoch, dass auch nach Auslaufen des Vertrages über die IANA-Funktion der Einfluss der USA auf das Netz erheblich sein wird. So unterhält die ISOC (Internet Society) neben einem Sitz in Genf auch ­einen in Reston, Virginia, in unmittelbarer Nähe zur .com- und .net-Registry Verisign.  
 
Weiterlesen – hier der Link zum ganzen Artikel in „Internet World Business
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